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Transparenzerklärung gemäß dem britischen Lieferkettengesetz (Modern Slavery Act 2015)
Einleitung
Diese Erklärung wurde gemäß dem britischen Lieferkettengesetz („Modern Slavery Act 2015“ - nachfolgend „UK-Lieferkettengesetz“) veröffentlicht. Es legt die Schritte fest, welche die relevanten Unternehmen innerhalb der Paysafe-Gruppe während des am 31. Dezember 2024 endenden Jahres unternimmt, um moderne Sklaverei und Menschenhandel in ihrer Geschäftstätigkeiten und Wertschöpfungsketten zu vermeiden.
Paysafe hat sich verpflichtet, sicherzustellen, dass unser Unternehmen nicht in moderner Sklaverei oder Menschenhandel involviert ist. Moderne Sklaverei ist ein Verbrechen und eine Menschenrechtsverletzung. Sie nimmt verschiedene Formen ein, wie Sklaverei, Leibeigenschaft, Zwangsarbeit und Menschenhandel, die allesamt die Freiheitsberaubung einer Person durch eine andere gemeinsam haben, um diese für persönlichen oder wirtschaftlichen Gewinn auszubeuten.
Paysafe unterstützt weder noch handelt mit Unternehmen, die wissentlich in moderner Sklaverei oder Menschenhandel involviert sind.
Unser Geschäft und Struktur
Paysafe ist eine führende Zahlungsplattform mit einer umfangreichen Erfolgsbilanz im Dienste von Händlern und Konsumenten in der globalen Unterhaltungsbranche. Der Hauptzweck besteht darin, Unternehmen und Konsumenten zu ermöglichen, in Kontakt zu treten und nahtlos Transaktionen über marktführende Fähigkeiten im Bereich der Zahlungsabwicklung, der digitalen Wallets und Online-Geldlösungen durchzuführen. Wir stützen uns auf über 29 Jahre Erfahrung mit Online-Zahlungsmethoden, ein jährliches Transaktionsvolumen von 152 Milliarden US-Dollar im Jahr 2024 und ca. 3.000 Mitarbeiter in mehr als 12 Ländern. Paysafe bringt Unternehmen und Konsumenten mit 260 alternativen Zahlungsarten in über 48 Währungen weltweit zusammen. Die über eine integrierte Plattform bereitgestellten Paysafe-Lösungen sind auf mobil initiierte Transaktionen, Echtzeit-Analysen und die Annäherung zwischen Ladengeschäft und Onlinezahlung ausgerichtet.
Unsere Wertschöpfungsketten
Unsere Wertschöpfungsketten umfasst Anbieter von:
- IT-Hardware und -Software, einschließlich Softwarelizenzen und OpenSource-Software;
- Datenspeicherungsdienstleistungen;
- Professionelle Dienstleistungen von unseren Beratern, einschließlich unserer Rechtsanwälte, Buchhalter, Auditoren und PR-Berater;
- Büroausstattung; und
- Raumpflege und andere Facility-Management-Dienstleistungen.
Die große Mehrheit unserer Anbieter befinden sich in Europa und Nordamerika. Sie sind verpflichtet, Schritte zur Vermeidung von moderner Sklaverei und Menschenhandel in ihren eigenen Unternehmen und Wertschöpfungsketten zu unternehmen, sei es im Rahmen des UK-Lieferkettengesetzes oder vergleichbarer Gesetzen in anderen Rechtssystemen.
Wenn wir Zeit- oder Leiharbeitskräfte einsetzen, arbeiten wir nur mit ausgewählten, seriösen Personalvermittlungsagenturen und professionellen Dienstleistungsunternehmen zusammen. Wir führen eine Liste von zugelassenen Agenturen, die jährlich überprüft wird.
Unsere Politik in Bezug auf moderne Sklaverei und Menschenhandel
Wir haben uns verpflichtet, sicherzustellen, dass es in keinem Teil unserer Geschäftstätigkeit oder in unseren Wertschöpfungsketten moderne Sklaverei oder Menschenhandel gibt.
Wir haben globale Verhaltensregeln, die auf Direktorenebene gegenzuzeichnen sind und für alle Paysafe-Mitarbeiter gelten, womit wir unsere Verpflichtung, unsere Geschäfte in einer ehrlichen und ethischen Weise zu tätigen, zum Ausdruck bringen und bekräftigen. Diese werden ergänzt durch unsere Anti-Sklaverei und Anti-Menschenhandel-Politik, die darin besteht, Systeme und Kontrollen zu implementieren und durchzusetzen, welche sicherstellen, dass Sklaverei und Menschenhandel nirgendwo in unserem Unternehmen oder in unseren Wertschöpfungsketten stattfindet.
Befolgung unserer Werte durch die Anbieter
Wir führen einen Nulltoleranzpolitik gegenüber Sklaverei und Menschenhandel. Wir haben ein spezielles Beschaffungsteam, das eng mit unserer Rechts-, Compliance und Innenrevisionsabteilung zusammenarbeitet.
Wir verfügen über eine globale Beschaffungspolitik, die eine kontrollierte, transparente, überprüfbare und gesetzeskonforme Beschaffung gewährleistet. Unsere Anbieter sind zur Durchführung von Due-Diligence-Analysen verpflichtet, mit denen wir sicherstellen wollen, dass sie für Geschäftsabschlüsse mit Paysafe qualifiziert sind.
Das Beschaffungsteam der Gruppe nimmt die Verwaltung und Leistungserbringung der Anbieter ernst. Entscheidungen über potentielle Anbieter werden nicht nur anhand der Preise und Lieferzeiten getroffen, sondern auch auf Grundlage anderer Faktoren, wie der Fähigkeit des Anbieters, seine Dienstleistungen in Übereinstimmung mit gültigem Recht zu leisten, und, sollte der Anbieter schon früher von uns beauftragt worden sein, früherer Einhaltung der Standards von Paysafe. Das Beschaffungsteam der Gruppe überwacht die vertragliche Leistung unserer Anbieter und führt gegebenenfalls kontinuierliche Verbesserungsprogramme (KVP) mit unseren Zulieferern durch.
Soweit möglich, versuchen wir, Waren und Dienstleistungen von einem bestehenden Anbieter zu beschaffen, der dem Paysafe-Management bereits bekannt ist. Dies ermöglicht es uns, die Handlungen und die Politik unserer Anbieter zu verstehen und strategische Langzeitbeziehungen mit diesen Anbietern aufzubauen.
Um zu gewährleisten, dass alle in unserer Wertschöpfungskette und alle unsere Subunternehmer unseren Werten entsprechen, verfügen wir über ein rigoroses Wertschöpfungsketten-Compliance-Programm. Dies besteht im Moment aus folgenden Maßnahmen:
- Einkäufe bei Anbietern werden entweder mit standardisierten Vertragsformularen oder mit einem Standardsatz von Bestellbedingungen getätigt, die Folgendes umfassen:
- Eine Garantie seitens des Anbieters, dass weder er noch einer seine Mitarbeiter für Sklaverei oder Menschenhandel rechtskräftig verurteilt wurde oder Gegenstand einer Ermittlung für diesen Straftatbestand waren;
- Eine Pflicht des Anbieters, alle gültigen Gesetze, und insbesondere das UK-Lieferkettengesetz einzuhalten;
- Das Recht von Paysafe (oder eines unabhängigen Vertreters einer dritten Partei), ein Audit durchzuführen, um die Erfüllung der Bedingungen seitens des Anbieter zu verifizieren; und
- Das Recht von Paysafe, unverzüglich den Zuliefervertrag zu kündigen, wenn der Anbieter seine entsprechenden Verpflichtungen verletzt.
Darüber hinaus verlangen wir im Rahmen der Due-Diligence-Prüfung von potenziellen Anbietern, dass sie die entsprechenden Unterlagen ausfüllen: (1) einen detaillierten Due-Diligence-Fragebogen, der Themen wie das Profil, die Größe und die Geschichte des Lieferanten abdeckt und von den Lieferanten Referenzen von früheren Geschäftspartnern verlangt, sowie (2) eine obligatorische Umwelt-, Sozial- und Governance-Umfrage, die unter anderem die Einhaltung des UK-Lieferkettengesetzes, das Community-, Diversity- und Inclusion-Management, die Unternehmensführung und die Bewertung der Geschlechtergleichstellung abdeckt. Diese Umfrage beinhaltet insbesondere die Anforderung, dass der Anbieter die Praktiken zur Verhinderung moderner Sklaverei in seinen Unternehmen und in der gesamten Lieferkette ermittelt und dokumentiert. Auf diese Weise lässt sich feststellen, welche Systeme und Kontrollen der Anbieter eingerichtet hat, um sicherzustellen, dass in keinem Bereich seines Unternehmens Sklaverei und Menschenhandel vorkommen.
- Jeder Zulieferervertrag zu den Bedingungen des Anbieters werden umfassend von unserem Beschaffungsteam und unserer Rechtsabteilung überprüft, um sicherzustellen, dass der Anbieter verpflichtet ist, alle gültigen Gesetze zu befolgen.
- Durch die Zusammenarbeit mit Paysafe akzeptieren die Lieferanten die Bedingungen unseres Partnerkodexes, der die Erwartung von Paysafe darlegt, dass unsere Partner – einschließlich der Lieferanten und aller, mit denen sie wiederum zusammenarbeiten, um für Paysafe Produkte zu liefern bzw. Dienstleistungen zu erbringen – die Prinzipien des Partnerkodex einhalten und die Verpflichtung von Paysafe teilen, unsere jeweiligen Geschäfte mit Integrität und auf ehrliche und ethische Weise zu führen. Dieser Partnerkodex enthält unsere Anforderungen in Bezug auf die Nulltoleranz gegenüber Sklaverei und Menschenhandel.
Risikoeinschätzung
Im Jahr 2024 haben wir durchgehend Assessments unserer Geschäfte und unserer Wertschöpfungskette durchgeführt, um bestimmte Sektoren oder Orte zu identifizieren, in denen ein größeres Risiko von moderner Sklaverei oder Menschenhandel auftreten könnte, und haben versucht zu ermitteln, welche Maßnahmen vorliegen, um diese Risiken zu vermindern. Zum Beispiel:
- Unsere Verträge mit Anbietern für die Bereitstellung von Raumpflegedienstleistungen in unseren Büros im Vereinigten Königreich fordern von den Anbietern, bei der Leistungserbringung alle gültige Gesetze einzuhalten und alle regulatorischen und Branchenstandards zu erfüllen, und sicherzustellen, dass ausreichende Ressourcen bereitgestellt werden, um die Dienstleistungen zu erbringen;
- Wenn wir Werbemittel mit dem Paysafe-Markenzeichen darauf beschaffen, erfolgt dies von einem Anbieter, der Mitglied von Sedex (Supplier Ethical Data Exchange) ist und als EcoVadis Platin-Standard-Lieferant akkreditiert ist; und
- In Fällen, in denen wir Dienstleistungen für Händler erbringen, die in Sektoren tätig sind, die ein höheres Risiko für moderne Sklaverei oder Menschenhandel bergen, führen wir zusätzliche Compliance-Kontrollen durch, wie z. B. eine verstärkte Due-Diligence-Prüfung und Validierung der Kontrollen des Händlers vor dem Onboarding, eine zusätzliche Genehmigung der Paysafe-Geschäftsleitung für das Onboarding und eine zusätzliche laufende Überwachung.
Schulung und Compliance
Alle Paysafe-Mitarbeiter müssen unsere Globalen Verhaltensregeln lesen, verstehen und befolgen. Mitglieder des oberen Managements erhalten spezifische persönliche oder virtuelle Schulungen zum Thema Verhalten und Ethik, die sich auf unsere Globale Verhaltensrichtlinie beziehen, um ordnungsgemäße Verhaltens- und Ethikpraktiken in unserer gesamten Organisation zu fördern.
Alle Paysafe-Mitarbeiter, die mit der globalen Beschaffung von Waren und Dienstleistungen befasst sind, müssen unsere globale Beschaffungsprozedur befolgen.
Regelung zur Hinweisgabe (Whistleblowing)
Paysafe verfügt über eine globale Hinweisgabe-Richtlinie, die eine detaillierte Anleitung zur Meldung von Missständen enthält, um alle Mitarbeiter zu ermutigen, ihre Bedenken bezüglich eines Fehlverhaltens oder Fehlverhaltens im Zusammenhang mit unserem Geschäft zu äußern. Dazu kann entweder ein Anliegen anonym über unseren externen Hinweisgabe-Kanal geäußert oder ein Anliegen direkt an unseren Hinweisgabe-Champion – einen nicht geschäftsführenden Direktor – herangetragen werden, wenn der betreffende Mitarbeiter es vorzieht, mit jemandem außerhalb des Geschäftlichen zu sprechen. Alle Meldungen werden untersucht und entsprechende Maßnahmen zur Beseitigung ergriffen. Paysafe hat eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Vergeltungsmaßnahmen und wird immer die Vertraulichkeit des Hinweisgebers wahren, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Alle Mitarbeiter sind aufgefordert, regelmäßig ein Online-Schulungsmodul zu absolvieren, das auf diese Vorgehensweisen besonders eingeht.
Unsere Effektivität im Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel
Um die Wirksamkeit der von Paysafe ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung moderner Sklaverei und Menschenhandels im Jahr 2024 zu beurteilen, haben wir die folgenden wichtigsten Leistungsindikatoren („KPIs“) verwendet. In der nachstehenden Tabelle sind die Ergebnisse unserer Überwachung dieser KPIs sowie die Maßnahmen aufgeführt, die zur Behebung der aufgetretenen Probleme ergriffen wurden.
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KPI |
Ergebnisse und unternommene Handlungen |
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Der Anteil der Paysafe-Mitarbeiter, welche die entsprechende Schulungen absolviert haben oder in Schriftform ihre Zustimmung zu den entsprechenden Regelungen und Vorgehensweisen gegeben haben |
Neue Mitarbeiter sind verpflichtet, die entsprechende Schulung zu absolvieren und ihre Zustimmung zu den entsprechenden Regelungen und Vorgehensweisen innerhalb von 30 Tagen nach der Anstellung bei Paysafe zu erklären. Bis zum 31. Dezember 2024 hatten 100 % der neuen Mitarbeiter die entsprechende Schulung innerhalb dieses 30-tägigen Zeitraums erfolgreich abgeschlossen. Alle Fälle von Nichterfüllung wurden dem Management gemeldet und bis zum erfolgreichen Abschluss der Schulung verfolgt. Bestandsmitarbeiter müssen jedes Jahr eine Auffrischungsschulung absolvieren. Etwaige Verstöße im Jahr 2024 wurden der Geschäftsführung gemeldet und bis zum erfolgreichen Abschluss der Auffrischungsschulung verfolgt. |
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Der Prozentsatz von Hinweisgebermeldungen, die sich auf Sklaverei oder Menschenhandel bezogen. |
Es gingen keine Meldungen von Hinweisgebern in Bezug auf Sklaverei oder Menschenhandel ein. |
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Die Maßnahme zur Behebung als Antwort auf Untersuchungen von Meldungen von moderner Sklaverei und Menschenhandel. |
Es gingen keine derartigen Meldungen ein. |
Wir bewerten diese KPIs weiterhin jedes Jahr, um zu prüfen, ob alternative oder zusätzliche KPIs besser geeignet wären, um die Effektivität unserer Maßnahmen zu messen.
Diese Erklärung erfolgt gemäß Abs. 54 (1) UK-Lieferkettengesetz und stellt die Sklaverei- und Menschenhandelserklärung von Paysafe für das am 31. Dezember 2024 endende Finanzjahr dar.
Diese Erklärung wurde von den Vorständen von Paysafe Financial Services Limited, Prepaid Services Company Limited und Skrill Limited genehmigt.
Unterzeichner
Elliott Wiseman
Leiter Rechts- und Personalwesen
Paysafe
Mai 2025