Transparenzerklärung gemäß dem Modern Slavery Act

Transparenzerklärung gemäß dem Modern Slavery Act für 2017

Einführung

Diese Erklärung wurde in Übereinstimmung mit dem Modern Slavery Act von 2015 veröffentlicht. Es legt die Schritte fest, welche die Paysafe Group Holdings Limited und die relevanten Tochterunternehmen (Paysafe oder Paysafe-Gruppe) während des am 31. Dezember 2017 endenden Jahres unternimmt, um moderne Sklaverei und Menschenhandel in ihrer Geschäftstätigkeiten und Wertschöpfungsketten zu vermeiden.

Paysafe hat sich verpflichtet, sicherzustellen, dass unser Unternehmen nicht in moderner Sklaverei oder Menschenhandel involviert ist. Moderne Sklaverei ist ein Verbrechen und eine Menschenrechtverletzung. Sie nimmt verschiedene Formen ein, wie Sklaverei, Leibeigenschaft, Zwangsarbeit und Menschenhandel, die allesamt die Freiheitsberaubung gegenüber einer Person durch eine andere, mit dem Ziel, diese für persönlichen oder wirtschaftlichen Gewinn auszubeuten, gemeinsam haben. 

Paysafe unterstützt weder noch handelt mit Unternehmen, die wissentlich in moderner Sklaverei oder Menschenhandel involviert sind.

Unser Geschäft und Struktur 

Paysafe ist der weltweit führende Anbieter von End-To-End-Zahlungslösungen. Unser Hauptzweck besteht darin, Unternehmen und Verbrauchern zu ermöglichen, in Kontakt zu treten und nahtlos Transaktionen über unsere Marktführer-Fähigkeiten im Bereich der Zahlungsabwicklung, der digitalen Wallets und On- und Offline-Geldlösungen durchzuführen. Unsere über eine integrierte Plattform erfolgende Lösungen sind für mobil initiierte Transaktionen, Echtzeit-Analytik und die Konvergenz zwischen analogen Unternehmen und der Online-Zahlung ausgerichtet.

Paysafe hat über 2.600 Angestellte, die größtenteils in Büros in Europa und Nordamerika angesiedelt sind. Mit mehr als 20 Jahren Erfahrung in Online-Zhalungen und einem kombinierten Volumen von 56 Mrd. US$ in 2017 verbindet Paysafe Unternehmen und Verbraucher mit 200 Zahlungsmethoden in mehr als 40 Währungen auf der ganzen Welt. 

Unsere Wertschöpfungsketten

Unsere Wertschöpfungsketten umfasst Anbieter von:

  • IT-Hardware und- Software, einschließlich von Softwarelizenzen und OpenSource-Software;
  • Datenspeicherungsdienstleistungen;
  • Professionelle Dienstleistungen von unseren Beratern, einschließlich unserer Rechtsanwälte, Buchhalter, Auditoren und PR-Berater;
  • Büroausstattung; und
  • Raumpflege und andere Facility-Management-Dienstleistungen.
     

Die überwältigende Mehrheit unserer Anbieter befinden sich in Europa und Nordamerika. Sie sind verpflichtet, Schritte zur Vermeidung von moderner Skalverei und Menschenhandel in ihren eigenen Unternehmen und Wertschöpfungsketten zu unternehmen, sei es im Rahmen des Modern Slavery Acts von 2015 oder vergleichbaren Gesetzen in anderen Rechtssystemen.

Wir beschäftigen keine signifikanten Anzahlen von Zeitarbeitspersonal. Wir verwenden nur genannte reputierte Rekrutierungsagenturen. Wir unterhalten eine Liste von zugelassenen Agenturen, die halbjährlich überprüft wird. 

Unsere Politik in Bezug auf moderne Sklaverei und Menschenhandel

Wir haben uns verpflichtet, sicherzustellen, dass es in keinem Teil unserer Geschäftstätigkeit oder in unseren Wertschöpfungsketten moderne Sklaverei oder Menschenhandel gibt.

Wir haben globale Verhaltensregeln, die auf Direktorenebene gegenzuzeichnen sind, die auf alle Angestellte der Paysafe-Gruppe anwendbar ist, um unsere Verpflichtung, unsere Geschäfte in einer ehrlichen und ethischen Weise zu tätigen, ausdrückt und verstärkt. Dies umfasst auch unsere Anti-Sklaverei und Anti-Menschenhandel-Politik, die darin besteht, Systeme und Kontrollen zu implementieren und durchzusetzen, welche sicherstellen, dass Sklaverei und Menschenhandel nirgendwo in unserem Unternehmen oder in unseren Wertschöpfungsketten stattfindet. 

Befolgung unserer Werte durch die Anbieter

Wir führen einen Nulltoleranzpolitik gegenüber Sklaverei und Menschenhandel. Wir haben ein spezielles Beschaffungsteam, das eng mit unserer Rechts-, Compliance und Innenrevisionabteilung zusammenarbeitet.

Wir verfügen über eine globale Beschaffungsprozedur, um eine kontrollierte, transparente, überprüfbare und rechtmäßige Beschaffung sicherzustellen, und die von unserem Leiter Beschaffung und unserem CFO (Chief Financial Officer) genehmigt ist. Unsere Angestellten sind verpflichtet, Due-Diligence-Analysen abzuschließen, um gewährzuleisten, dass potentielle Anbieter qualifiziert sind, mit Paysafe Geschäfte zu machen. 

Unser Beschaffungsteam nimmt Anbieteramangement und -performance ernst. Entscheidungen über potentielle Anbieter werden nicht nur auf Grundlage der Preise und Lieferzeiten getroffen, sondern auch auf Grundlage anderer Faktoren, wie der Fähigkeit des Anbieters, seine Dienstleistungen in Übereinstimmung mit gültigem Recht zu leisten, und, sollte der Anbieter schon früher von uns beauftragt worden sein, früherer Übereinstimmung mit den Standards von Paysafe. Das Beschaffungsteam umfasst einen Anbietervertragsmanager, der die Vertragserfüllung durch unsere Anbieter überacht und Kontinuierliche Verbesserungsprogramme (Continued Improvement Programmes = CIPs) mit unseren Anbietern implementiert.

Wenn möglich, versuchen wir, Waren und Dienstleistungen von einem Bestandsanbieter zu beschaffen, der bereits der Paysafe-Gruppe bekannt ist, was uns ermöglicht, die Handlungen und die Politik unserer Anbieter zu verstehen und strategische Langzeitbeziehungen mit diesen Anbietern aufzubauen.   

Um zu gewährleisten, dass alle in unserer Wertschöpfungskette und alle unsere Subunternehmer unseren Werten entsprechen, verfügen wir über ein rigoroses Wertschöpfungsketten-Compliance-Programm. Dies besteht im Moment aus folgenden Maßnahmen:

  • Ankäufe von Anbietern erfolgen über einen Standardsatz von Kaufanweisungsbedingungen, die umfassen:
    • Eine Garantie seitens des Anbieters, dass weder er noch einer seiner Angestellten für Sklaverei oder Menschenhandel rechtskräftig verurteilt wurde oder Gegenstand einer Ermittlung für diesen Straftatbetand waren; 
    • Eine Pflicht des Anbieters, alle gültigen Gesetze, und insbesondere den Modern Slavery Act von 2015 einzuhalten;
    • Das Recht von Paysafe (oder eines unabhängigen Vertreter einer dritten Partei), ein Audit durchzuführen, um die Erfüllung dieser Bedingungen seitens des Anbieter zu verifizieren; und
    • Das Recht von Paysafe, unverzüglich den Zuliefervertrag zu kündigen, wenn der Anbieter seine entsprechenden Verpflichtungen verletzt. 
  • Zudem, wenn wir eine Due-Diligence-Analyse für potentielle Anbieter im Rahmen von bedeutenden Projekten durchführen, erwartetn wir von diesen, einen detaillierten Due-Diligence-Fragebogen auszufüllen. Dieser deckt Themen, wie ein Profil des Anbieters, Angaben zu seiner Größe und seiner Geschichte, ab und erfordert von Anbietern, Referenzen von früheren Geschäftspartnern anzugeben. Der Anbieter ist ebenfalls verpflichtet, eine Reihe von gesetzlichen und regulatorischen Fragen zu beantworten, die umfassen, dass er von sich aus als Teil seines Angebots bestätigt, dass er von dem Modern Slavery Act von 2015 Kenntnis genommen hat und es befolgen wird.  
  • Jeder Zulieferervertrag zu den Bedingungen des Anbieters werden umfassend von unseren Beschaffungsteam und unserer Rechtsabteilung überprüft, um sicherzustellen, dass der Anbieter verpflichtet ist, alle gültigen Gesetze zu befolgen. 


Risikoeinschätzung

Im Jahr 2017 haben wir durchgehend Assessments unserer Geschäfte und unserer Wertschöpfungskette durchgeführt, um bestimmte Sektoren oder Orte zu identifizieren, in denen ein größeres Risiko von moderner Sklaverei oder Menschenhandel auftreten könnte, und haben versucht zu ermitteln, welche Maßnahmen vorliegen, um diese Risiken zu vermindern. Zum Beispiel:

  • Unsere Verträge mit Anbietern für die Bereitstellung von Raumpflegedienstleistungen in unseren Büros im Vereinigten Königreich fordern von den Anbietern, bei der Leistungserbringung alle gültige Gesetze einzuhalten und alle regulatorischen und Branchenstandards zu erfüllen, und sicherzustellen, dass ausreichende Ressourcen bereitgestellt werden, um die Dienstleistungen zu erbringen; und
  • Wenn wir Werbemittel mit dem Paysafe-Markenzeichen darauf beschaffen, erfolgt dies von einem Anbieter, der Mitglied der Ethical Trading Initiative und Sedex (Supplier Ethical Data Exchange) ist. 

Während am 31. Dezember 2017 endenden Jahr haben wir Audits von bestimmten Hauptanbietern durchgeführt, mit einem besonderen Augenmerk auf Hochrisikosektoren. Siehe den Abschnitt „Unsere Effektivitä im Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel“ für die Ergebnisse dieser Audits. 

Schulung und Compliance

Alle Paysafe-Angestellten müssen unsere Globalen Verhaltensregeln lesen, verstehen und befolgen. Mitglieder des oberen Managements erhalten spezifische Face-to-Face-Schulungen über unsere Globalen Verhaltensregeln, um die Politik in unserer Organisation zu fördern.

Alle Paysafe-Angestellten, die mit der globalen Beschaffung von Waren und  Dienstleistungen berschäftigt sind, müssen unsere Beschaffungsprozedur befolgen. 

Hinweisgeben

Unsere globale Compliance-Politik umfasst detailliert Hinweisgabe-Prozeduren, um Angestellte dazu zu befähigen und zu ermutigen, Sorgen in Bezug auf Fehl- bzw. straftrechtsrelevantes Verhalten bezüglich unserer Geschäftstätigkeiten auszudrücken. Dies kann entweder durch interne Äußerung der Sorgen oder anonym durch unsere externe Hinweisgeberkanäle erfolgen.  Alle Meldungen werden untersucht und ensprechende Maßnahmen zur Behebung werden ergriffen. Alle Angestellten sind aufgefordert, regelmäßig ein Online-Schulungsmodul zu absolvieren, das diese Prozeduren betont. 

Unsere Effektivität im Kampf gegen Sklaverei und Menschenhandel

In unserer Transparenzerklärung gemäß dem Modern Slavery Act für das am 31. Dezember endende Jahr haben wir festgehalten, dass, um die Effektivität der von Paysafe in der Bekämpfung von moderner Sklaverei und Menschenhandel ergriffenen Maßnahmen einzuschätzen, wir bestreben, die folgenden wichtigen Leistungsindikatoren (Key Performance Indicators =KPIs) anzugeben und die folgende Tabelle enthält die Ergebnisse unseres Monitoring dieser KPIs und die Handlungen, die wir unternommen haben, um alle aufgetretenen Probleme zu beheben.

KPI

Ergebnisse und unternommene Handlungen

Der Anteil an Angestellten der Paysafe-Gruppe, welche die entsprechende Schulungen erfüllt haben oder in Schriftform ihre Zustimmung zu den in der Transparenzerklärung gemäß dem Modern Slavery Act entsprechenden Regelungen und Prozeduren gegeben haben.

 

Neue Angestellte sind verpflichtet, die entsprechende Schulung zu absolvieren und ihre Zustimmung zu den entsprechenden Regelungen und Prozeduren innerhalb von 14 Tagen nach der Anstellung bei Paysafe zu geben. Im Jahr 2017 haben 99% der neuen Angestellten dies erfüllt und alle Fälle von Nichterfüllung wurden dem Management gemeldet.

 

Bestandsangestellte müssen jedes Jahr eine Auffrischungsschulung absolvieren. 99 % der Belgegschaft haben diese Schulung erfolgreich in dem entsprechenden Zeitfenster von Ende 2017 bis Beginn 2018 absolviert. Alle Fälle von Nichterfüllung wurden dem Management gemeldet.

 

Der Prozentsatz von Hinweisgebermeldungen, die sich auf Sklaverei oder Menschenhandel bezogen.

 

Keine Hinweisgebermeldungen in bezug auf Sklaverei oder Menschenhandel wurden erhalten.

Die Maßnahme zur Behebung als Antwort auf Untersuchungen von Meldungen von moderner Sklaverei und Menschenhandel.

 

Keine solchen Meldungen wurden erhalten.

Die Anzahl von Audits von Hochrisikoanbietern, die von unserem Beschaffungsteam und von unternommen Behebungsmaßnahmen.

 

Im Jahr 2017 haben wir vier Anbieter von arbeitsbasierter Dienstleistungen untersucht, mit einem Fokus auf (i) Anbieter von Büro-Raupflege und Wartungdienstleistungen und (ii) Anbieter von mit Markenkleidung und anderen Werbematerialien.

 

Ein untersuchter Anbieter war nicht in der Lage, ausreichend die Gestalt seiner Wertschöpfungskette und sein Verständnis der Probleme moderner Sklaverei und Menschenhandel nachzuweisen sowie es mangelte ihm an den nötigen Akkreditierungen für den Sektor. Wir haben unsere Beziehung mit diesem Anbieter beendet und diese Dienstleistungen werden nun von einem Ersatzanbieter durchgeführt, der korrekt akkrediert ist und erfolgreich unserer Audit im Jahr 2017 absolviert hat.

 

 

Wir bestreben, sie dieses Jahr nochmals einem Audit zu unterzeihen und zu erwägen, ob alternative oder zusätzliche KPIs am besten geeignet wären, um die Effektivität unserer Maßnahmen zu messen.

Diese Erklärung erfolgt gemäß Abs. 54(1) des Modern Slavery Act von 2015 und stellt die Sklaverei- und Menschenhandelserklärung der Paysafe-Gruppe für das am 31. Dezember 2017 endende Finanzjahr dar.

Diese Erklräung wurde vom Vorstand der Paysafe Group Holdings Limited und den relevanten Tochterunternehmen im Rahmen von Abs.54(2) des Modern Slavery Act von 2015 und den Regeln des Modern Slavery Act von 2015 (Transparenz in Wertschöpfungsketten) genehmigt.

Unterzeichner

 

Joel Leonoff
President and Chief Executive Officer
Paysafe Group
May 2018

For the 2016 statement, click here.  Available in English.